Die neue Christuskirche

Entwurf Christuskirche Köln Nordansicht
Entwurf Umbau Christuskirche Köln

Am neugotischen Turm der evangelischen Christuskirche Köln ist ein außergewöhnliches Architekturensemble aus historischer Bausubstanz, neuem Kirchenschiff, modernen Gemeinderäumen sowie Mietwohnungen, Büroflächen, einer Tiefgarage und einem neuen Gemeindegarten entstanden. Der denkmalgeschützte Turm von 1894 mitsamt der inneren Orgelempore sowie das ebenfalls denkmalgeschützte Basement, das während des Krieges als Luftschutzkeller und später als Veranstaltungsraum diente, blieben erhalten. Allein der aus dem Jahre 1951 stammende Nachkriegsbau, entstanden in Zeiten geringer finanzieller Möglichkeiten, wurde niedergelegt.

Modell Christuskirche Köln vom Stadtgarten aus gesehen

Zwei skulptural gestaltete Gebäudeflügel öffnen sich gestenhaft zum Stadtgarten und neigen sich gleichzeitig beschützend zum Turm hin, wodurch sie den neu errichteten Kirchraum mit 199 Plätzen umrahmen.

Großformatige Fensterflächen öffnen das Kirchenschiff sowohl zum Stadtgarten, als auch zum Kaiser-Wilhelm-Ring. Außerdem wurde das Rosettenfenster des neugotischen Kirchturms von 1894 freigelegt, so dass dieses Licht zusätzlich in den neuen Kirchraum hinein leuchtet.

Entwurf Christuskirche Köln Ostansicht

Die Fenster sind ein zentrales für alle nach innen wie außen sichtbares Gestaltungselement des Kirchenschiffs. Die Leuchtkraft der Glasbilder und ihre farbige Intensität prägen künftig die Atmosphäre des Raumes. Mit David Schnell hat die Gemeinde einen renommierten Glaskünstler gewinnen können, der eine künstlerisch wie glasbildnerisch eindrucksvolle Lösung vorgelegt hat. Finanziert werden sollen die Fenster mit Unterstützung von Stiftern und Spendern

Umgestaltete Christuskirche gewinnt Architekturpreis 2018 der
Evangelischen Kirche im Rheinland

In einem Festakt im Düsseldorfer Landeskirchenamt wurde am Freitag, 30. November 2018, der Architekturpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) verliehen. In der Kategorie Kirchbau gewinnt das Projekt zur Umgestaltung der Kölner Christuskirche den alle drei Jahre ausgelobten Preis.

Die Auszeichnung, die 2012 zum ersten Mal verliehen wurde, würdigt die Anstrengungen der Kirchengemeinden und Kirchenkreise, in Zeiten knapper Geldmittel ihre Gebäude einladend und mit evangelischem Profil zu gestalten. Verliehen wird der EKiR-Architekturpreis gemeinsam an die Evangelische Gemeinde Köln als Bauherrin und an die Arbeitsgemeinschaft Klaus Hollenbeck Architekten und MAIER ARCHITEKTEN.

Aus Sicht des Preisgerichtes überzeugte die umgestaltete Christuskirche, die am 25. September 2016 feierlich eingeweiht worden war, gleichermaßen durch die Entwurfsqualität wie auch durch die liturgische Qualität des neuen Kirchraumes.

Den Preis entgegen nahmen:

Architektenarbeitsgemeinschaft Umbau an der Christuskirche
Dipl. Ing. Architekt Klaus Hollenbeck, Hollenbeck Architektur
Dipl. Ing. Architekt Walter Maier, MAIER ARCHITEKTEN

Bauherrenvertreter
Mathias Bonhoeffer (Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Gemeinde Köln)
Christoph Rollbühler (Pfarrer des Bezirks Thomaskirche und Christuskirche, Köln)


Hier wird das Projekt inklusiver schönem Dronenflug anlässlich der Preisverleihung vorgestellt: story.ekir.de/gotteshaeuser2018#1737

Entwurf Umbau Christuskirche Köln
Die Christuskirche, fotografiert von Axel Hartmann.