Gedenkgottesdienst für Liu Xiaobo

Zum Gedenkgottesdienst für den vor zwei Jahren verstorbenen chinesischen Menschenrechtler und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo laden die Evangelische Gemeinde Köln und Amnesty International für Samstag, 13. Juli 2019, 19 Uhr, in die Christuskirche am Stadtgarten, Dorothee-Sölle-Platz 1. Liturgie: Pfarrer Roland Kühne, Tienchi Martin-Liao (Präsidentin des unabhängigen chinesischen PEN-Cent­rums) und Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes.
Gedenkgottesdienst für Liu Xiaobo

Als Held der Studentenproteste vom Tian'anmen-Platz 1989 wurde Liu Xiaobo berühmt. 2010 erhielt er den Friedensnobelpreis. Dass er heute kaum mehr bekannt ist, liegt auch an den Machthabenden in China, die nichts unversucht lassen, um ihn aus dem kollektiven Gedächtnis zu löschen. Liu Xiaobo schrieb 2008 die sogenannte "Charta 08", ein Manifest für die Demokratisierung seines Landes. Er wurde umgehend festgenommen und verstarb, weil seine Krebserkrankung nur unzureichend behandelt wurde, im Gefängnis. An diesen mutigen Mann, der unbeugsam für eine neue und länderübergreifende Ethik einstand und nicht in Vergessenheit geraten darf, wird an der Christuskirche ein Gedenkgottesdienst gefeiert.

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